Aktuelles Cartaz News

Franz-Jurgen

Dorsam

October 2016

Master classes Bassoon and chamber music at the Universidade de Montevideo (12-18 of October)

and Pu Joa Association Asuncion (Paraguay) 1st until 11th of October)

 

Concerto em Vila Franca de Xira

20.5.2017

Fábrica das palávres

Trio 3 D 16.07.2017 in Lindenfels

November 2016

Bernhard Hendrik Crusell

Symphonia concertante

mit der SAP Kammerphilharmonie

Ralf Schwarz Klarinette

Harald Pfister Waldhorn

Franz-Jurgen Dorsam, Fagott

Johanna Weitkamp, Dirigent

 

So 12.03.2017 - 18:00

Saarlouis, Neues Theater:

Benefizkonzert

Ludwig van Beethoven (1770 -1827): Ouvertüre zu „Egmont“ in f-Moll op. 84

Bernhard Crusell (1775-1838): Sinfonia Concertante für Klarinette, Horn und Fagott in B-Dur op. 3

Solisten: Ralf Schwarz (Klarinette), Harald Pister (Horn), Franz-Jürgen Dörsam (Fagott)

PAUSE

Pjotr Iljitsch Tschaikowski (1840-1893): Sinfonie Nr. 5 in e-Moll op. 64

Musikalische Leitung: Johanna Weitkamp

SAP Sinfonieorchester

Sonntag 26.11.2017, 17 Uhr, Konzert zum Ewigkeitssonntag

Wolfgang Amadeus Mozart “Requiem” (Fassung von Franz Xaver Süßmayr)

Johan Magnus Sjöberg “Requiem” (komp. 2009)

(Deutsche Erstaufführung in schwedischer Sprache)

Janina Staub - Sopran Iris Marie Sojer - Mezzosopran

Maximilian Vogler - Tenor Markus Lemke - Bass

Orchester der Heiliggeistkirche Heidelberg

Heidelberger Studentenkantorei

Leitung: Christoph Andreas Schäfer

 

Von Simon Scherer

 

Heidelberg. In den Strom des Lebens ist jeder eingebettet. Auch Verstorbene wie Mozart, der bereits 1763 auf der Heiliggeist-Orgel spielte. Für dessen Requiem setzte Heiliggeist-Kantor Christoph Andreas Schäfer die eröffnenden Worte zum Ewigkeitssonntag auch musikalisch um. Schon der Introitus erinnerte nämlich an einen Fluss: voller Leid und klagender Seufzer, aber zügig im Voranschreiten und alles dicht beieinander haltend. Ähnlich schmetterte die Studentenkantorei das "Requiem aeternam" nicht in rigoroser Massivität heraus, sondern bettete die ewige Ruhe in den Hauptstrom ein. Eine volle Kirche bekam so das Gefühl eines großen Ganzen.

 

Schäfer ließ diesen Gesangsstrom nicht immer gleich fließen. Schon im Kyrie war Aufbruchsstimmung zu spüren. Interessant, dass im "Dies irae" nicht der Zorn den Stimmgestus beherrschte, sondern Angst und Unruhe. Markant hervorgeleuchtet sind die Solisten: Einen prachtvollen Bass offerierte Markus Lemke, dem Maximilian Vogler einen zartbesaiteten Tenor entgegensetzte. Sehr persönlich leuchtete auch Janina Staub ihre Sopran-Partien aus mit immenser Strahlkraft, gegen die Altistin Regina Grönegreß nur solistisch ankam.

 

Im "Lacrimosa" endet nach Takt 9 die Handschrift Mozarts; exakt dort setzte das zweite Requiem ein: die deutsche Erstaufführung von Johan Magnus Sjöbergs Totenmesse. An der richtigen Stelle entführt diese Komposition von 2010 in unheimliche Gefilde. Der Schwede arbeitet sphärisch mit geisterhafter Aura. Stilistisch eine beachtliche Leistung für den Chor. In solch schaurigen Harmonien hatte besonders Grönegreß beeindruckende Auftritte. Auch die Bläser trugen zum Gesamtkunstwerk bei, da sie individuellen Wegen nachspürten. Im Gegensatz zu Mozart standen hier Einzelschicksale im Fokus, deren Lebensgeschichte nachvollzogen wurde.

 

Verblüffend, dass die Fortsetzung von Mozart (in der Vervollständigung von Süßmayr) keinen Bruch erzeugte, als ob nichts gewesen wäre. Stimmungsmäßig hellte es sich jedoch bereits im "Offertorium" auf, wo Schäfer eine besonders homogene Zweisamkeit mit seinem Chor demonstrierte. Fast schon ein glückserfüllter Jubel im "Sanctus", was nach dieser geballten Dosis Trauer nur guttat.

 

Lunch time Concert

01.00pm

Saint Martin in the fields

1.August 2017

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